AG 2 – Falkenhorst

AG 2 – Falkenhorst

Der Spielplatz Falkenhorst geht zurück auf eine Initiative der Anwohner des gleichnamigen Wohnkomplexes am Stadtrand von Köln. Die von 1968-1970 errichtete Anlage besteht aus fünf Erschließungseinheiten mit 7-15 Geschossen, mit insgesamt 350 Wohnungen, die von dem privaten Bauunternehmer Joachim Hahlbeck als Eigentumswohnungen vermarktet wurden. Bei einem Kaufpreis von etwa 500DM/m2 waren die in Großtafelbauweise errichteten Wohnungen vor allem für junge Familien attraktiv, die in der Regel aus anderen Regionen in das stark wachsende, aber noch weitgehend dörflich geprägte Porz zogen. Die Frustration der Anwohner über die städtebaulich isolierte und infrastrukturell unterversorgte Siedlung war groß. Als auf der Anliegerstraße wiederholt Kinder angefahren wurden, formierte sich im Sommer 1972 die Interessengemeinschaft Im Falkenhorst e.V.. Die Initiative forderte zunächst von der Stadt Porz erfolglos die Einrichtung einer Spielstraße und begann im Frühjahr 1973 schließlich selbst mit dem Bau eines Spielplatzes. Was folgt, ist die wundersame Verwandlung einer anonymen Nicht-Architektur in eine „Dorfgemeinschaft“, die zeitgemäß zarte Züge einer Kommune annimmt. Der Bau des Spielplatzes ist Motor und Zentrum der Gemeinschaft, die ab Anfang der 80er Jahre zerfällt. / AG2 also includes interviews with Klaus Gils and Dieter Baumgart, two founding members of the playground.

Redaktion: Sandra Bartoli, Silvan Linden
Layout: Daniel Bruns

Büro für Konstruktivismus 2014

10 EUR

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