Distribution


Berliner Hefte zu Geschichte und Gegenwart der Stadt #5
Zur Verfassung. Recherchen, Dokumente 1989−2017
Elske Rosenfeld, Kerstin Meyer, Joerg Franzbecker

1990 galt in Ost-Berlin für ein halbes Jahr eine Verfassung, die weitreichende politische Bürgerrechte enthielt. Diese waren aus den Erfahrungen der Revolution 1989 von den Bürgerbewegungen und der Opposition am Zentralen Runden Tisch der DDR formuliert worden. Die Verankerung der erweiterten politischen Rechte in der gemeinsamen Landesverfassung scheiterte jedoch im ersten Gesamtberliner Abgeordnetenhaus − einzig die Volksgesetzgebung wurde übernommen. Damit ist es in Berlin möglich, Gesetze durch Volksentscheid und ohne das Parlament direkt zu beschließen. Das gelang bisher mit den Volksentscheiden zur Offenlegung der Wasserverträge und zum Erhalt des Tempelhofer Feldes. Für letzteren stimmte im Mai 2014 eine Mehrheit in allen Bezirken. Dennoch versuchten die Regierungsparteien, das Tempelhofer Feld-Gesetz wieder zu kippen. In Reaktion darauf wurde 2016 das Volksbegehren Volksentscheid Retten eingeleitet, um die Volksgesetzgebung in der Verfassung zu stärken. Beide Vorgänge, 1989/90 und 2016, hatten zum Ziel, dass alle Berliner*innen an der Ausgestaltung der Verfassung teilhaben können. Sie bilden die Klammer für dieses Heft.

96 Seiten, mit einer Bildstrecke von Elske Rosenfeld

November 2017

7 €
ISBN: 978-3-946674-04-7


Disko 27: Retrospektiv bauen in Berlin seit 1975

Verena Hartbaum

Die Architekten Rolf Rave und Hans-Joachim Knöfel haben im Jahr 1963 mit dem Architekturführer Bauen seit 1900 in Berlin den Auftakt zu einer ganzen Reihe von Führern geschaffen, die als Standardwerke zur Berliner Baugeschichte in die Bücherregale sämtlicher Architektinnen und Stadtplanner einziehen sollten. In ihrer unverwechselbaren Gestaltung sind neben dem ersten Buch auch die beiden Folgendebände Bauen der 70er Jahre in Berlin und Bauen seit 1980 in Berlin selbst schon zu einem wertvollen Teil der Architekturgeschichte geworden.

Der Architekturführer Retrospektives Bauen in Berlin nutzt eben jene Buchreihe als Schablone für einen publizistischen Rückgriff, um die Geschichte einer ebenfalls rückgreifenden Baupraxis - nämlich der des Zitierens, des Nachahmens und des Historisierens - auf den Prüfstein zu stellen: Wäahrend die drei Vorbilder der Bauen-in-Berlin-Reihe in progressiver Weise außerordentliche Gebäude versammeln, richtet dieser Führer den Fokus auf regressive, rückwärtsgewandte Wiederholungsversuche.
In seiner Mimikryhaftigkeit kann und will der vorliegende Band - im besten Fall - dort nur ein kritischer Kommentar sein wo die Arbeit von Rolf Rave und Hans-Joachim Knöfel für Authentizität steht.

150 Seiten, mit Abb., broschiert

15 €
978-3-940092-06-9

Order / Bestellen


Berliner Hefte zu Geschichte und Gegenwart der Stadt #6
Zingster Straße 25
Sonya Schönberger

Um die Bevölkerung mit dringend benötigtem Wohnraum zu versorgen, setzte die DDR-Regierung ab Mitte der 1950er Jahre auf die industrielle Plattenbauweise. An den Stadträndern entstanden Neubausiedlungen, deren Wohnungen sich aufgrund ihrer modernen Ausstattung großer Beliebtheit erfreuten. Eine der zuletzt errichteten Großsiedlungen Ost-Berlins ist Neu- Hohenschönhausen. Erich Honecker selbst legte im Februar 1984 den Grundstein. Bereits 1987 konnten viele mehrstöckige Gebäude bezogen werden, darunter das Wohnhochhaus in der Zingster Straße 25. Drei Jahrzehnte später fragt die Künstlerin Sonya Schönberger, was aus den Erstbewohner*innen des Hauses geworden ist. Wer ist noch da? Wer ist hinzugekommen? Die auf Interviews basierenden Geschichten dieses Heftes geben Einblick in unterschiedliche, jedoch durch die äußere Hülle der ‚Platte’ miteinander verbundene Lebenswirklichkeiten. Sie erzählen auf sehr persönliche Weise vom Alltag in der DDR, vom Wechsel der politischen Systeme und von der Gegenwart im wiedervereinten Deutschland.

192 Seiten, mit Fotografien von Ulrich Dießner

7 €
ISBN: 978-3-946674-05-4

Order / Bestellen


Berliner Hefte zu Geschichte und Gegenwart der Stadt #4
Gemeingut Stadt
Stavros Stavrides, Mathias Heyden

“Gemeingüter sind weder etwas, das einfach da draußen existiert, noch sind sie etwas, das — objektiv gesehen — bestimmten Ressourcen oder Dingen innewohnt. Sie sind eine Beziehung zwischen Menschen und den von ihnen kollektiv als essentiell für ihre Existenz beschriebenen Bedingungen”, schreibt Stavros Stavrides, Architekt, Aktivist und Autor von Common Space: The City as Commons. Stavrides versteht die Herstellung, Entwicklung und Pflege von Gemeingütern als eine soziale Praxis, die kapitalistische Werte und hierarchische Formen gesellschaftlicher Organisation radikal herausfordert. Auf diese Weise gestaltete städtische Räume unterscheiden sich von privatisierenden Einhegungen und von öffentlichem Raum, wie wir ihn kennen: gemeinsame Räume, die permanent einladend und im Entstehen begriffen sind, die nicht nur geteilt werden, sondern das Teilen selbst mitbestimmen. In diesem von Mathias Heyden herausgegebenen Heft führt Stavrides in sein Nachdenken über das Gemeingut Stadt ein. Am Beispiel besetzter Plätze, selbstverwalteter Einrichtungen und autonomer Nachbarschaften in Griechenland und Lateinamerika veranschaulicht er seine Theorie eines städtischen Gemeinschaffens, das im Kontext der globalen Debatten und Kämpfe um soziale und ökonomische Gerechtigkeit einen möglichen Weg hin zu einer in der Tat emanzipierten Gesellschaft weist.
64 Seiten, zahlr. Abbildungen

7 €
978-3-946674-03-0

Order / Bestellen


What does it mean to live today? The contemporary 24-hour news cycle is a swirling gyre of political and economic intrigue, a rolling wave that surges ceaselessly, always building power but never forming a crest. To surf the slipstream of the news is to be forever on the brink of BREAKING.

Against all the uncertainty and fear, nothing seems more eternal, more universal and (unlike our political leaders) quite so strong and stable as love. Summer 2017 is therefore dedicated to what it means to love today. Leap into our fervid arms.

REAL is a cultural foundation with a double mission of critical inquiry and cultural production. REAL conducts original research to promote innovation in the built environment. Their methodology uses analysis and critique to present bold propositions and credible alternatives to conventional practice. They aim to influence how and where we live, and the conditions of that life.

Real Review is the flaship quarterly magazine. Editor-in-Chief: Jack Self.

Real Review
What it means to live today
Issue for Sommer 2017

12 EUR

Order / Bestellen


REAL is a cultural foundation with a double mission of critical inquiry and cultural production. REAL conducts original research to promote innovation in the built environment. Their methodology uses analysis and critique to present bold propositions and credible alternatives to conventional practice. They aim to influence how and where we live, and the conditions of that life.

Real Review is the flaship quarterly magazine. Editor-in-Chief: Jack Self.

Real Review
What it means to live today
Issue for Spring 2017
ISBN 9780993547447

12 EUR

Order / Bestellen


REAL is a cultural foundation with a double mission of critical inquiry and cultural production. REAL conducts original research to promote innovation in the built environment. Their methodology uses analysis and critique to present bold propositions and credible alternatives to conventional practice. They aim to influence how and where we live, and the conditions of that life.

Real Review is the flaship quarterly magazin. Editor-in-Chief: Jack Self.

Real Review 2
What it means to live today
Issue for Autumn 2016
ISBN 9780993547430

12 EUR

Out of stock


Berliner Hefte zu Geschichte und Gegenwart der Stadt #3 MARX-ENGELS-FORUM — JA! Erik Göngrich


Am 4. April 2016 trafen sich rund 40 Personen anlässlich des 30-jährigen Gedenkens an die Errichtung des Marx-Engels-Forums in Berlin-Mitte. Die meisten von ihnen waren auch schon 1986 bei dessen Einweihung anwesend − gelebte Geschichte an einem Ort, dem immer wieder seine Bedeutung abgesprochen wird. In den 1950er/60er Jahren wurde die Fläche für ein Hochhaus der DDR-Regierung freigehalten, das nie gebaut wurde. Die Planung des Marx-Engels-Forums in seiner parkähnlichen Form begann 1973. Nach 1989 wurde der Ort zunächst ohne Veränderungen hingenommen, vielleicht gar vergessen. Heute stehen sich zwei Lager gegenüber: Auf der einen Seite die 'Historischen' mit ihrem Bestreben einer parzellengenauen Rekonstruktion des mittelalterlichen Stadtgrundrisses. So als wären sie vom Schlossbaufieber angesteckt, das sich am gegenüberliegenden Spreeufer ausbreitet. Auf der anderen Seite die 'Modernen', welche die architektonischen und städtebaulichen Zeugnisse der DDR-Moderne bewahren und weiterentwickeln wollen. Das Marx-Engels-Forum ist ein Erinnerungsort par excellence zwischen Fernsehturm und zukünftigem Humboldt-Forum. Seit 2010 durch die Baumaßnahmen f/uuml;r die U-Bahnlinie 5 kaum zugänglich, soll dieser ab 2019 als städtischer Grünraum aufgewertet werden. Die Geschichte des Ortes und seine wiederholten Neuverhandlungen, auch im Rahmen des Beteiligungsverfahrens von 2015, werden in diesem Heft zeichnerisch zur Diskussion gestellt: Wie lässt sich ein offenes Gelände − JA, genau darum geht es – an dieser zentralen Stelle erhalten und mit dem Ziel einer ständig wechselnden Nutzung gestalten? Um die Freiheit in der Aneignung des Forums zu ermöglichen, müsste sie in der Gestaltung des öffentlichen Raumes eingeschrieben sein. Was liegt da näher, als den Stadtraum ausgehend von der Kunst über die physische Präsenz verschiedener skulpturaler Setzungen zu entwickeln. Schließlich waren die Skulpturen zuerst da − nicht nur Marx und Engels!

128 Seiten, zahlr. Abbildungen
Februar 2017
978-3-946674-02-3

7 EUR

Order / Bestellen


REAL is a cultural foundation with a double mission of critical inquiry and cultural production. REAL conducts original research to promote innovation in the built environment. Their methodology uses analysis and critique to present bold propositions and credible alternatives to conventional practice. They aim to influence how and where we live, and the conditions of that life.

Real Review is the flaship quarterly magazine. Editor-in-Chief: Jack Self.

Real Review 1
What it means to live today
Issue for Summer 2016
ISBN 9780993547416

11 EUR

Out of stock


Impression Mexicana Brandlhuber+ Antivilla, San Gimignano Lichtenberg and VRM Rocha, 2016

O Book Publisher
Artists Publications

10 EUR and as a set 20 EUR

Order / Bestellen


[Berliner Hefte zu Geschichte und Gegenwart der Stadt #2]
Die Legende vom Sozialen Wohnungsbau
Andrej Holm, Ulrike Hamann, Sandy Kaltenborn

Die Wohnungsfrage ist zurück im gesellschaftlichen Diskurs. Es ist die Frage nach einer Wohnraumversorgung für diejenigen, die durch einen boomenden Immobilienmarkt nichts gewinnen. Dazu gehören in Zukunft auch die Menschen, die bei uns heute Zuflucht suchen. Politik, Wirtschaft sowie verschiedene zivilgesellschaftliche Akteure fordern vor diesem Hintergrund ein Mehr an Sozialem Wohnungsbau. Doch taugt das Fördersystem des Sozialen Wohnungsbaus dazu, langfristig niedrige Mieten zu garantieren? Dieses Heft räumt mit Missverständnissen auf und erklärt, warum der Soziale Wohnungsbau in seiner bundesdeutschen und Westberliner Ausprägung eine Legende ist: Statt einer nachhaltigen Wohnraumversorgung für einkommensschwache Haushalte ging es bisher vor allem um Wirtschaftsförderung und private Eigentumsbildung. Grund genug, sich mit dem Prinzip des Sozialen Wohnungsbaus auseinanderzusetzen.

104 Seiten, zahlr. Abbildungen, mit Fotografien u.a. von Jürgen Henschel und Steffen Osterkamp
August 2016
ISBN: 978-3-946674-01-6

7 EUR

Order / Bestellen


[Berliner Hefte zu Geschichte und Gegenwart der Stadt #1]
Die Mauerpark-Affäre
Heimo Lattner, Judith Laub

Unmittelbar nach dem Fall der Berliner Mauer beginnen Bürger*innen eigenmächtig mit der Begrünung eines Teils des ehemaligen Grenzstreifens zwischen den Bezirken Prenzlauer Berg im Osten und Wedding im Westen. Damit schaffen sie die Grundlage für einen Park, um dessen Fertigstellung die folgenden 25 Jahre gerungen wird − eine Zeit, in der sich bürgerschaftliches Engagement in Partizipationsverfahren erschöpft und gesellschaftliche wie räumliche Polarisierungen zunehmen. Was die detaillierte Rekonstruktion der Geschichte des Mauerparks veranschaulicht, findet über den lokalen Kontext hinaus seine Entsprechung an vielen Orten Berlins wie auch in anderen Städten: Es geht um die Grenzen der repräsentativen Demokratie.

Mit Fotografien u.a. von Stephanie Kloss und Ulrich Wüst
96 Seiten, 26 Abbildungen
ISBN: 978-3-946674-00-9

7 EUR

Order / Bestellen


Manifest #2 // A Journal of American Architecture and Urbanism
Kingdoms of God
Editors: Anthony Acciavatti, Justin Fowler and Dan Handel
Annual, 216 pages, Paperback

20 EUR

Order / Bestellen


"The Art of Inequality: Architecture, Housing, and Real Estate - A Provisional Report"
Editors: Reinhold Martin, Jacob Moore, Susanne Schindler
by The Temple Hoyne Buell Center for the Study of American Architecture
Columbia University
240 pages, Paperback

5 EUR

Order / Bestellen


Space and Culture
Issue 01
Free - Architecture on the Loose
978-0-615-84442-8
Edited by E.Sean Bailey and Erandi de Silva
Paperpack, 181 pages
$ 20, Pound 15, 17,50 EUR

Order / Bestellen


Issue 4
The G()D Issue
Editor: Alessandro Bava
Feature Editor: Rasmus Myrup
Annual, 94 pages, Paperback 10 EUR, 10 $, 10 Pound

Order / Bestellen


Negative Space: Orbiting Inner and Outer Experience
Edited by Antonia Hirsch
With Contributions by
Theodor Adorno, Daniel Colucciello Barber, Lorna Brown, Elena Filipovic, Antonia
Hirsch, Francois Laquelle, Olaf Nicolai, Ana Teixeira Pinto, Lisa Robertson, Wolfgang Winkler
SFU Critical Reader Series, Volume 2

SFU Galleries, Simon Fraser University
Burnaby, Canada
15 EUR

Order / Bestellen